DiaSys Parameter bei der Überwachung von COVID-19

Die Labormedizin spielt eine wichtige Rolle bei der Früherkennung, Diagnose und Behandlung vieler Krankheiten. COVID-19 stellt keine Ausnahme zu dieser Regel dar.
Echt-Zeit PCR (polymerase chain reaction) ermöglicht die direkte Identifizierung von Viren. Die Rolle der Labordiagnostik geht jedoch weit darüber hinaus, da weitere In-vitro-Diagnostiktests erforderlich sind, um die Schwere der Erkrankung zu beurteilen, die Prognose zu bestimmen, die Nachsorge durchzuführen, die Behandlung zu leiten und die Therapie zu überwachen.

Basierend auf der verfügbaren Literatur zu Laboranomalien bei Patienten mit COVID-19 hat die IFCC einen Informationsleitfaden zur biochemischen Überwachung von COVID-19-Patienten veröffentlicht.

Eines der Themen im Leitfaden ist die biochemische Überwachung von COVID-19-Patienten durch In-vitro-Diagnostiktests. Eine Reihe etablierter diagnostischer In-vitro-Tests wurde mit einem Fortschreiten von COVID-19 in Verbindung gebracht und kann wichtige prognostische Informationen liefern.

Die folgende Tabelle ist ein Auszug aus dem "IFCC Information Guide". Sie enthält Hinweise zu empfohlenen Tests bei Patienten mit COVID-19 und zeigt die wichtigsten Laboranomalien und ihre möglichen klinischen Indikationen auf.

 

ParameterHauptlaboranomalien bei
Erwachsenen mit
ungünstiger COVID-19-
Progression
Mögliche klinische und
biologische Bedeutung
ALAT (GPT)                     ↑Leberschädigung und / oder
Organschäden
Albumin                     ↓Beeinträchtigung der
Leberfunktion
ASAT (GOT)                     ↑Leberschädigung und / oder
Organschäden
Bilirubin total                     ↑Leberschädigung
Creatinine                     ↑Nierenschädigung
CRP                     ↑Schwere Virusinfektion /
virale Sepsis
D-Dimer                     ↑Aktivierung der
Blutgerinnung
Ferritin                     ↑Schwere Entzündung
LDH                     ↑Lungenschädigung und /
oder Organschäden
Procalcitonin                     ↑Bakterielle Infektion

 

Für weitere Informationen zu “IFCC Information Guide on COVID-19”, besuchen Sie bitte die IFCC-Website: www.ifcc.org/ifcc-news/2020-03-26-ifcc-information-guide-on-covid-19/

 

 

 

 

Laboranomalien bei schwangeren Frauen mit COVID-19

Eine Schwangerschaft ist mit normalen physiologischen Veränderungen verbunden, die das Überleben des Fötus sowie die Vorbereitung auf die Entbindung unterstützen. Diese Veränderungen treten früh in der Schwangerschaft auf und setzen sich während der Schwangerschaft mit vollständiger Umkehrung nach der Entbindung fort. Aufgrund der physiologischen Veränderungen und des immunsuppressiven Zustands während der Schwangerschaft sind schwangere Frauen anfälliger für COVID-19. (1,2)

Die Mehrzahl der Berichte über SARS-CoV-2-Laborergebnisse basieren auf Daten der Allgemeinbevölkerung. Für schwangere Frauen liegen nur begrenzte Informationen vor.
Zahlreiche Hinweise haben ergeben, dass die Laborbefunde infizierter Frauen im Vergleich zu nicht schwangeren Frauen atypisch sind.

Eine Prüfung der verfügbaren Literatur hat gezeigt, dass die Laborergebnisse von COVID-19-Infektionen bei schwangeren Frauen inkonsistent sind. (3)
Eine kürzlich veröffentlichte Metaanalyse von 4 Veröffentlichungen zeigte, dass die zuverlässigsten Marker für COVID-19 bei schwangeren Frauen erhöhte C-reaktive Proteine (CRP) und D-Dimer sind. (4)

Die von der IFCC dringend empfohlene Messung der Laktatdehydrogenase (LDH) zur Überwachung von Patienten mit COVID-19-Infektion zeigt bei schwangeren Frauen keine signifikante Erhöhung (nur 29%). (4)
In Übereinstimmung mit den meisten anderen Berichten wurde von Wang et al. bestätigt, dass die biochemischen Parameter Aminotransferase, Kreatinin und Ferritin bei schwangeren Frauen, die mit COVID-19 infiziert sind, in einem normalen Bereich liegen können. (5)

Detailliertere Informationen zu DiaSys CRP und D-Dimer finden Sie hier:

D-Dimer FS
CRP FS
CRP U-hs

Literatur:
1. Chen H, Guo J, Wang C, Luo F, Yu X, Zhang W, et al. Clinical characteristics and intrauterine vertical transmission potential of COVID-19 infection in nine pregnant women: a retrospective review of medical records. The Lancet. 2020;395:809–15.
2. Jiao J. Under the epidemic situation of COVID‐19, should special attention to pregnant women be given? J Med Virol. 2020;jmv.25771.
3. Vakili S, Savardashtaki A, Jamalnia S, Tabrizi R, Nematollahi MH, Jafarinia M, et al. Laboratory Findings of COVID-19 Infection are Conflicting in Different Age Groups and Pregnant Women: A Literature Review. Archives of Medical Research. 2020;S0188440920308444.
4. Shi L, Wang Y, Yang H, Duan G, Wang Y. Laboratory Abnormalities in Pregnant Women with Novel Coronavirus Disease 2019. Am J Perinatol. 2020;s-0040-1712181.
5. Wang X, Zhou Z, Zhang J, Zhu F, Tang Y, Shen X. A Case of 2019 Novel Coronavirus in a Pregnant Woman With Preterm Delivery. Clinical Infectious Diseases. 2020;ciaa200.