Auswirkungen von COVID-19 bei Patienten mit Diabetes

Es wurde beobachtet, dass Patienten mit zugrundeliegenden Komorbiditäten, einschließlich Diabetes, ein höheres Risiko für schwere COVID-19-Krankheits-verläufe und eine höhere Mortalitätsrate aufweisen. Eine chinesische Metaanalyse mit 1527 Patienten zeigte, dass Patienten mit Diabetes ein zweifach erhöhtes Risiko für eine schwere Erkrankung oder für die Aufnahme auf eine Intensivstation (ICU) haben. [1]

Diabetes ist mit verschiedenen makrovaskulären und mikrovaskulären Komplikationen verbunden, die letztlich das Gesamtüberleben des Patienten beeinflussen. [2]

Hyperglykämie und Insulinresistenz begünstigen eine erhöhte Synthese von pro-inflammatorischen Zytokinen und führen zu oxidativem Stress. Dieser entzündliche Prozess könnte der zugrundeliegende Mechanismus für die hohe Infektionsanfälligkeit mit schlechterem Ausgang bei Patienten mit Diabetes sein. [3]

Diabetes sollte als Risikofaktor für ein schnelles Voranschreiten und eine schlechte Prognose von COVID-19 Infektionen betrachtet werden.
Daher sollte der Behandlung von Komorbiditäten besondere Aufmerksamkeit geschenkt werden. Eine strenge Glukoseüberwachung und eine sorgfältige Prüfung der Wechselwirkungen zwischen Medikamenten könnten die Verschlechterung von Symptomen und unerwünschten Ergebnissen verringern und werden daher dringend empfohlen.

Literatur:
[1]        B. Li u. a., „Prevalence and impact of cardiovascular metabolic diseases on COVID-19 in China“, Clin. Res. Cardiol. Off. J. Ger. Card. Soc., März 2020, doi: 10.1007/s00392-020-01626-9.

[2]        R. Williams u. a., „Global and regional estimates and projections of diabetes-related health expenditure: Results from the International Diabetes Federation Diabetes Atlas, 9th edition“, Diabetes Res. Clin. Pract., S. 108072, Feb. 2020, doi: 10.1016/j.diabres.2020.108072.

[3]        S. Knapp, „Diabetes and infection: is there a link?--A mini-review“, Gerontology, Bd. 59, Nr. 2, S. 99–104, 2013, doi: 10.1159/000345107.