CRP - Teil der COVID-19-Überwachung

C-reaktives Protein (CRP), ein unspezifischer Entzündungsmarker, dient als Früh-entzündungs- oder Infektionsmarker. Obwohl CRP bei leichten viralen Atemwegsinfektionen normalerweise nicht wesentlich ansteigt, wurde bei schwerkranken Patienten mit COVID-19 ein signifikanter Anstieg der CRP-Werte beobachtet. Dies steht im Einklang mit Beobachtungen, die während der SARS-Epidemien (Severe Acute Respiratory Syndrome) im Jahr 2003 bei Patienten mit Aviärer Influenza H1N1 und H7N9 gemacht wurden. [1]
Ein möglicher Grund ist die Überproduktion von entzündlichen Zytokinen, die an der Abwehr des Erregers beteiligt sind. Zytokine können schwerwiegende Symptome und Schäden an den Alveolen verursachen und die Produktion von CRP stimulieren. [2-4] Aus diesem Grund sind CRP-Tests bei der Erstuntersuchung von Coronavirus-Patienten hilfreich. 

Studien an COVID-19-Patienten haben gezeigt, dass die CRP-Werte direkt mit der Schwere und dem Fortschreiten der Erkrankung korrelieren. Eine kürzlich veröffentlichte Studie [5] hat gezeigt, dass häufig niedrige CRP-Werte bei Patienten vorkommen, die keinen Sauerstoff benötigen (Mittelwert 11 mg / l, Interquartilbereich 1-20 mg / l), im Vergleich zu Patienten, die hypoxämisch wurden (Mittelwert 66 mg / l, Interquartilbereich 48-98 mg / l). Eine weitere Studie [6] konzentrierte sich auf Prädiktoren für einen tödlichen Ausgang in COVID-19-Fällen. In dieser Studie wurde gezeigt, dass erhöhte Entzündungsmarker im Blut gute Prädiktoren für COVID-19-Patienten sind. Ein Vergleich der CRP-Werte mit dem Mortalitätsrisiko hat gezeigt, dass überlebende Patienten einen mittleren CRP von ~ 40 mg / l hatten, während verstorbene Patienten einen Mittelwert von 125 mg / l hatten.

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Literatur:
[1] N. Chen u. a., „Epidemiological and clinical characteristics of 99 cases of 2019 novel coronavirus pneumonia in Wuhan, China: a descriptive study“, Lancet Lond. Engl., Bd. 395, Nr. 10223, S. 507–513, 15 2020, doi: 10.1016/S0140- 6736(20)30211-7.
[2] D. Vasileva und A. Badawi, „C-reactive protein as a biomarker of severe H1N1 influenza“, Inflamm. Res. Off. J. Eur. Histamine Res. Soc. Al, Bd. 68, Nr. 1, S. 39–46, Jan. 2019, doi: 10.1007/s00011-018-1188-x.
[3] W. Wu u. a., „A new perspective on C-reactive protein in H7N9 infections“, Int. J. Infect. Dis. IJID Off. Publ. Int. Soc. Infect. Dis., Bd. 44, S. 31–36, März 2016, doi: 10.1016/j.ijid.2016.01.009.
[4] K.-J. Huang u. a., „An interferon-gamma-related cytokine storm in SARS patients“, J. Med. Virol., Bd. 75, Nr. 2, S. 185–194, Feb. 2005, doi: 10.1002/jmv.20255.
[5] B. E. Young u. a., „Epidemiologic Features and Clinical Course of Patients Infected With SARS-CoV-2 in Singapore“, JAMA, März 2020, doi: 10.1001/jama.2020.3204.
[6] Q. Ruan, K. Yang, W. Wang, L. Jiang, und J. Song, „Clinical predictors of mortality due to COVID-19 based on an analysis of data of 150 patients from Wuhan, China“, Intensive Care Med., März 2020, doi: 10.1007/s00134-020-05991-x.